Fassenachtsbrief

09.02.18

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Leser,

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helau Ihr Gäst‘ von Fern und Nah

endlich ist die Fassenacht da.

Auch wenn die Kampagne in dem Jahr nicht lang,

feiern wir schneller, so wird uns nicht bang.

 

Doch bevor es in den Endspurt geht,

so manch schwere Aufgabe noch vor uns steht.

Der Koalitionsvertrag, lange ersehnt,

hat nicht alle mit seinen Wünschen verwöhnt.

Dieser Vertrag, wie erwartet, ein Kompromiss,

für viele zu wenig CDU Handschrift is.

Doch beim zweiten Lesen wird manchem klar,

dass drin doch sehr viel CDU Handschrift war.

Den Finanzminister stellt die SPD,

das tut nach Schäuble schon aarig weh.

Doch bei aller Kritik denken wir auch mal daran,

dass mehr in Deutschland wirklich frei wählen kann.

Gleich weiß ich leider nicht mehr, weil bei de SPD gewiss,

mer doch e bisje gleicher is.

Wenn 400 000 Parteimitglieder entscheiden werden,

fragt mer sich schon, warum 40 Millionen eigentlich vorher wählen.

So steht noch nicht fest, egal was mer denkt

ob uns demnächst die klei GroKo dann lenkt.

 

Beim Wirtschaftsempfang in Mainz wurd laut geklagt,

was bei randvolle Bücher nun auch keiner glaabt.

 

Da taten die Worte von Norbert Lammert schon gut,

der zu Europa und Zukunft die Stimme erhob.

Danke Herr Lammert und wir bedauern es sehr,

gern hätten wir Politiker wie Sie noch viel mehr.

Am Freitag wie jed‘ Jahr, ei was en Spaß,

sin widder Hexemer Kinner uf de Gass.

Und als Dragonerin bin ich wieder dabei,

mim Orts-Franz und em Pfarrer lauf ich mit in de Reih.

 

Zu Mainz bleibt Mainz geht es am Abend dann hin

ich hoff‘, dass ich schnell genug ufgebrezzelt bin.

Und am Samstag muss ich in Gonsenheim ran,

weil die Ortsvorsteherin Sabine sich nicht allein helfen kann,

wenn die Ortsverwaltung erstürmt und der Schlüssel gestohlen,

den kann mer erst am Aschermittwoch wieder holen.

 

Sonntag steht die Parade der Garden stets an

und dann ist endlich der Rosenmontag dran.

Hoffentlich passt des Wetter und kein Regen kimmt,

dann sind Zugteilnehmer wie Zuschauer fröhlich närrisch gestimmt.

 

Und weil die Margit Sponheimer seit Dienstag Mainzer Ehrenbürgerin und 75 Jahr‘

bring ich den Text von dem Liedchen jetzt dar.

 

„Am Rosenmontag bin ich geboren,

am Rosenmontag in Mainz am Rhein.

Bis Aschermittwoch bin ich verloren,

denn Rosenmontagskinder müssen närrisch sein,

denn Rosenmontagskinder müssen närrisch sein.“

 

Und so grüß‘ ich auch dies Jahr‘ jeden Mann jede Frau

herzlich närrisch mit einem dreifach

HELAU!

 

Ihre Ursula Groden-Kranich

Der ganze Brief als PDF