Brief aus Berlin: 01/21

15.01.21

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Leser,

Spontanes Interview mit der Deutschen Welle zum Auftritt Tichanowskajas beim CDU Bundesparteitag

Spontanes Interview mit der Deutschen Welle zum Auftritt Tichanowskajas beim CDU Bundesparteitag 

zunächst einmal wünsche ich Ihnen und Ihren Familien alles Gute für das neue Jahr, das – so hat es Bundesgesundheitsminister Spahn gesagt – das Jahr werden kann, in dem wir die Coronapandemie endlich bewältigen. Die größte Impfkampagne in der Geschichte der Bundesrepublik ist, wenn auch eher holprig, angelaufen, und ich hoffe sehr, dass die Länder nun auch „liefern“, indem sie den vom Bund pünktlich gelieferten Impfstoff zügig verimpfen. Die großen Probleme bei der Terminvergabe an Impfwillige müssen schleunigst und dauerhaft gelöst werden – zumal der Impfstoff wahrlich nicht „plötzlich und unerwartet“ kam.

In Berlin war die erste Woche wie gehabt stark eingeschränkt, was Präsenzveranstaltungen anging, aber umso voller mit Blick auf die brennenden Themen in Deutschland und der Welt. Außenpolitisch beschäftigte uns natürlich das katastrophale Ende der Amtszeit Donald Trumps mit dem Sturm auf den US-Kongress. Der neue Präsident Joe Biden steht vor der Mammutaufgabe, das tief gespaltene Land wieder zu vereinen. Ich bin sicher, dass insbesondere wir Deutschen diesen Prozess durch verlässliche und vertrauensvolle Kooperation mit den USA unterstützen können. Und ich bin froh, dass wir als CDU/CSU-Fraktion auch mit Blick auf Deutschland immer wieder betonen, wie wichtig das Thema Zusammenhalt in der Gesellschaft ist. Das gilt innen- wie außenpolitisch, nicht nur während einer Pandemie, und ist wahrscheinlich die größte Herausforderung für ein stabiles Europa der Zukunft.

Am Donnerstag durfte ich zu einem Antrag der AfD reden, die eine Stärkung des Deutschen als offizieller Arbeitssprache in der EU fordert. Wie so oft, gilt auch hier: „Thema verfehlt!“, denn natürlich ist Deutsch ohnehin eine der Amts- und Arbeitssprachen der EU, und die Bundesregierung fördert Deutsch als Mutter- und Fremdsprache auf vielfältige Weise mit erheblichen Geldern. Davon abgesehen, zeigen solche Anträge vor allem das traurige Selbstverständnis einer Partei, die „das“ Deutsche pauschal und undifferenziert über alles andere stellt, analog zum „America first“ eines Donald Trump, das ja nun für alle (selbst für Republikaner) sichtbar in die Katastrophe geführt hat.

Für mich steht nun der CDU-Parteitag an, der erstmals digital stattfinden wird. Als Delegierte bin ich sehr gespannt auf diese Premiere und freue mich, dass nach den vielen pandemiebedingten Verschiebungen nun endlich die Entscheidung fällt und wir uns dann mit neuem Vorsitzenden voller Elan den anstehenden Aufgaben des Wahljahres 2021 widmen können.

Ihnen und Ihren Familien wünsche ich ein erholsames Wochenende!

Ihre Ursula Groden-Kranich

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