Brief aus Berlin: 05/2021

05.03.21

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Leser,

Sonnige Sitzungswoche in Berlin

Sonnige Sitzungswoche in Berlin

die Woche begann für mich mit virtuellen Fachgesprächen mit Vertretern unserer östlichen Nachbarn, darunter der ukrainische Botschafter, S. E. Dr. Andrii Melnyk und Vertretern der politischen Stiftungen in Polen. Thema war unter anderem der Bundestagsbeschluss, einen „Ort des Erinnerns und der Begegnung mit Polen“ in Berlin einzurichten, der im Vorfeld durchaus zu Kontroversen geführt hatte. Ich persönlich bin sehr stolz darauf, dass Deutschland mit seiner Gedenkkultur, insbesondere zum Holocaust und Zweiten Weltkrieg, weltweit als vorbildlich gilt und es einen breiten politischen und gesellschaftlichen Konsens über die Wichtigkeit dieser lebendigen Gedenkkultur gilt.

Drei interessante Gespräche führten wir am Mittwoch im Europaausschuss. So war der Außenminister der Republik Serbien, Nikola Selaković, zu Gast. Außerdem berichtete das Auswärtige Amt über den Stand der Vorbereitung von Beitrittskonferenzen mit der Republik Albanien und der Republik Nordmazedonien und Lisa Winkelmeier-Becker, Staatssekretärin im Bundeswirtschaftsministerium, unterrichtete uns über den Entwurf eines Nationalen Reformprogramms 2021.

Ein sehr trauriger Termin war in dieser Woche der Gottesdienst im katholischen Büro Berlin, bei dem wir Karl Schiewerling gedachten, der am 28. Februar nach schwerer Krankheit verstarb. Als ehemaliger Bundestagsabgeordneter und Kolpingvorsitzender in NRW war Karl für mich über viele Jahre ein geschätzter Kollege, Freund und großartiger Mitstreiter in sozialen und kirchlichen Belangen. Mein tief empfundenes Beileid gilt seiner Familie.

Alle Augen richteten sich in dieser Woche auf die Beratungen der Kanzlerin mit den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder. Wir alle hoffen auf baldige Lockerungen und schnelle Impfungen. Ich bin sehr optimistisch, dass wir, wenn wir es bis Ostern „schaffen“, vorsichtig zu sein und aufeinander acht zu geben, im Mai zu vielen gewohnten Freiheiten zurückkommen werden.

Am kommenden Montag ist der Internationale Weltfrauentag. Auch wenn in diesem Jahr pandemiebedingt viele Aktionen und Veranstaltungen nur digital oder in kleinerem Rahmen stattfinden können, ist das Anliegen der Gleichberechtigung von Männern und Frauen ungebrochen wichtig. Zumal der lange Lockdown leider in vielen Bereichen dazu geführt hat, dass die Gleichstellung wieder Rückschritte macht und die enorme Belastung des Homeschooling plus Homeoffice plus Hausarbeit – oft in erster Linie Frauen trifft. Hier sollten wir alle uns „an die eigene Nase packen“ und dafür sorgen, dass Aufgaben und Belastungen gerechter verteilt werden, auch wenn das ein permanentes Ringen und Abwägen ist. Am Ende profitieren wir alle davon, garantiert!

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und Ihren Familien ein gutes Miteinander und ein schönes Wochenende.

Ihre Ursula Groden-Kranich

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