Fassenachtsbrief: 04/2020

22.02.20

Helau liebe Narren,

 

Helau Ihr Leit wie jedes Jahr

ist dieser Brief in Reimform da

ich hab‘ für Euch hier kurz glossiert,

was in Berlin so ist passiert.

 

Zuerst werd’ ich jetzt still und leise

und meine Anteilnahm’ erweise

den Menschen, die in Hanau tot

den Verletzten, denen an Leib und Seele Not,

den Familien, denen schlimmstes Leid geschehen

wegen Taten, die wir nicht verstehen.

 

Ich schäme mich und bin beschämt,

bin Miteinander und Toleranz gewöhnt,

dafür leb ich und setz’ mich ein,

Frieden in Freiheit, so soll Deutschland sein.

 

Närrisch war‘n die letzten Tage

Närrisch wird’s jetzt, keine Frage

Wir starten in Mainz in die höchste Zeit

Der vierfarbbunten Heiterkeit.

 

In diesem Jahr der MCC

Mit Prinzenpaar, wie herrlich schee

Jaqueline und Heinrich, die Tollitäten

Finden wir in Sääle, Straßen und Feten.

Sie werben für Mainz, sind überall zu sehen

Und sammeln für diejenigen, denen es nicht so gut tut gehen.

Danke für Euer Engagement in schwieriger Zeit

Ich wünsche, dass die Kampagne unvergessen Euch bleibt.

 

Berlin viel Stoff geliefert hat

Für die Fassenacht in Land und Stadt

Thüringen sonst für die Bratwurst bekannt,

rüttelt an Grundfesten, ganz ohne Verstand.

Mit AfD, den Nazis nah

Geht gar nichts, stelle für mich ich klar.

Doch mit Linken, diesen Schlangen,

will ich politisch nichts anfangen.

Wer sich nicht zum Unrechtsstaat bekennt,

Stasitäter nicht beim Namen nennt,

wer die Mauertoten hat vergessen,

sollte sich auch nicht in den Ministerpräsidentensessel setzen.

 

Und in der CDU es auch nicht langweilig war,

ich selbst bedaure den Rückzug von AKK.

Als Ministerin macht sie en richtig gute Job,

auch in der Partei hat sie leise die Zentrale gerockt.

CDU und CSU wieder eng verbunden

„behandelt“ viele tiefe Wunden

Sie schmeißt nicht hin, tritt nur nicht wieder an

Schade, dass mer selbst des nicht mehr sanktionsfrei sagen kann.

 

Jetzt hol ich die Uniform aus em Schrank heraus

Setz mir die Kapp für die Sitzunge auf

Mach noch schnell Kartoffelsalat,

dann bin ich für die nächsten Tage parat.

Bin wie jed Jahr beim Rosemontagszug dabei,

als Dragonerin Zugnummer Nr. 55 zweifelsfrei.

Denn 5 x 11 wird die Dragonerergarde,

so alt wie ich, doch ich kann noch warte.

 

Ich wünsche uns allen tolle Tage

An Kreppel und Fleischwurst wolln wir uns labe

Wir genießen und feiern bis tief in die Nacht

Unser goldisch Fassenacht!

Ich grüß‘ Sie und Euch mit dreimal helau

Aus dem Berliner Reichstagsbau

Und speziell für Hexem rufe ich aus

Ein herzliches Dragoner voraus.

 

Ihre Ursula Groden-Kranich

 

Der ganze Brief als PDF_

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