Fassenachtsbrief

12.02.21

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Leser,

 

Auch wenn dies‘ Jahr kei Fassenacht ist,

der Brief aus Berlin in Reimform heut grüßt.

 

Im letzten Jahr, was für ein Glück

hielt Corona sich noch an Fassenacht zurück.

Wir konnten feiern, lachen, toben

kritisieren, meckern, loben,

in Uniform, mit bunten Kappen

kein Fest ging uns da durch die Lappen.

Seit März ist Stillstand aller Freude,

nur kurz im Sommer, da traf ich viel Leute.

 

Corona, lehrte mich Latein

Krone, sollt‘ was Schönes sein.

Coronavirus- Pandemie

nichts Schönes, zwingt uns in die Knie,

bringt Leid und Kummer, Vielen Tod,

bringt Einsamkeit und echte Not.

 

Doch auch wenn alles dunkel ist,

bleib‘ ich auch heute Optimist –

nach Fassenacht und Fastenzeit

bringen Frühling und Ostern uns wieder Freud.

 

Im Sommer sind wir all geimpft,

auch wenn so mancher heut noch schimpft,

es wird schon gut mit Impfstoff aus Mainz,

BioNTech an der Goldgrub‘ weltweit Nr. 1.

 

Neben ganz viel Corona, war die Woche echt stramm,

Montagabend fing es mit der Landesgruppe an.

AG Außen, AG Europa, lange Sitzung der Fraktion,

das war der Dienstag und Mittwoch wartete schon

mit Auswärtigem Ausschuß und Europa sodann

Ukraine, Iran, Russland, waren thematisch hier dran.

Abends per Video mit dem Wahlkreis verbunden,

Diskussionen am Bildschirm füllen seit März viele Stunden.

Donnerstagmorgen war die Kanzlerin dran,

ein langer Debattentag mit der Regierungserklärung begann.

Am Nachmittag sprach ich zur Bundeswehr,

das Leben im Südsudan ist für die Menschen sehr schwer.

Die Debatten dauerten dann bis kurz vor 11,

und das noch am 11., oh Narrengott helf,

dass nächst‘ Jahr Altweiber wieder Fassenacht ist,

wir haben Dich alle so sehnlich vermisst.

Die Hexen in Weiler, die Fastnight bei Nacht,

wird alles in dem Jahr virtuell gemacht.

Nur Fleischworscht und Krebbel, die gibt’s ganz real,

alles andere wäre ja auch eine Qual.

Selbst in Berlin, hab‘ ich Spundekäs gemacht

und für mein Team ins Büro mitgebracht.

 

Doch am Freitagnachmittag geht es wieder nach Haus‘

Denn die Fernsehsitzung, die schau ich zuhaus‘.

Mit de Kapp‘ ufm Kopp‘ und mit Orden behängt,

wird natürlich auch Sekt ausgeschenkt.

Und bei Quellkartoffeln und Hering mache mir es uns schön

und freun uns auf nächst‘ Jahr, wenn wir uns im Schloss dann seh’n.

 

So sind Freude und Leid beinander auch heut’,

und ein Lied begleitet uns auch in CoronaZeit.

Es Heile Gänsje, das Ernst Neger einst sang,

bekommt in dem Jahr den Coronaklang.

So singe ich leise, bin mim Herz voll dabei,

vom heile Gänsje die Strophe 3.

Doch vorher grüße ich Divers, Mann und Frau

mit einem dreifachen Helau!

 

 

„Das Leben ist kein Tanzlokal,

das Leben ist sehr ernst.

Es bringt so manche Herzensqual,

wenn Du es kennenlernst.

Doch brich nicht unter seiner Last,

sonst wärest Du ein Tor

und trag, was Du zu tragen hast

geduldig mit Humor.

Und denk Dein ganzes Leben lang

Ans Lied, das Dir die Mutter sang:

 

Heile, heile Gänsje,

es wird schon wieder gut,

es Kätzje hot e Schwänzje,

es wird schon wieder gut.

Heile, heile Mausespeck,

in hunnert Jahr is alles weg!“

 

Ihre Ursula Groden-Kranich

 

Der ganze Fassenachtsbrief als PDF

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen