Förderung des Gutenberg-Museums: Groden-Kranich MdB weist Vorwürfe Rößners von sich

26.04.18

BERLIN. Zu den Behauptungen der Mainzer GRÜNEN-Politikerin Tabea Rößner MdB, die diese auf ihrer Website veröffentlicht hat, nimmt Ursula Groden-Kranich MdB wie folgt Stellung:

„Die Bedeutung und der Modernisierungsbedarf des Gutenberg-Museums sind mir als Mainzerin, als Mitglied des Stadtrates und als Bundestagsabgeordnete durchaus bewusst. Umgekehrt scheinen jedoch meiner Mainzer Kollegin Rößner einige grundlegende Vorgänge der Kulturförderung in Bund und Ländern nicht hinreichend bekannt zu sein, daher möchte ich sie – wie auch schon in vielen Gesprächen mit der Museumsdirektion und zuletzt mit der Allgemeinen Zeitung – gerne noch einmal wiederholen: 1. Keine Förderung ohne umfassendes und valides Gesamtkonzept, inklusive Finanzierungs- und Zeitplan. Ein „tragfähiges Konzept“ nicht zu unterstützen, liegt mir ebenso fern wie Frau Rößner – doch dazu müsste ein solches Konzept (für das der Träger sorgen muss) überhaupt erst einmal vorliegen. 2. In unserem föderalen System ist die Kultur grundsätzlich Ländersache. Das bedeutet, dass das Land Rheinland-Pfalz vor dem Bund der logische erste Ansprechpartner für den Träger des Museums sein müsste. Und auch bei einer Förderung durch den Bund muss üblicherweise eine Kofinanzierung (meist 50/50) durch das Land gewährleistet sein. Dieses Prozedere sollte einer in Kulturfragen erfahrenen Bundespolitikerin wie Frau Rößner hinlänglich bekannt sein. Wie auch die Allgemeine Zeitung völlig zurecht feststellte, ist das bisherige totale Desinteresse und fehlende Engagement der rot-grünen Landesregierung in der Causa Gutenberg mehr als auffällig. Wenn Frau Rößner sich bei den dortigen Kolleginnen und Kollegen für das Museum stark machen würde, wäre dies sicherlich zu begrüßen. Denn auch der rot-grün-gelben Landesregierung müssten dies „Mainz, die Bedeutung Gutenbergs und das Herzblut aller Beteiligten“ doch wert sein?

Sicherlich gäbe es hier auch ein großes Betätigungsfeld für die Mainzer Landtagsabgeordnete und rheinland-pfälzische Finanzministerin Doris Ahnen.

In diesem Sinne stehe ich gerne für Gespräche mit Frau Rößner zur Verfügung und werde darüber hinaus meine Gespräche der letzten vier Jahre mit der Museumsleitung, mit der Stadt und mit den Kulturverantwortlichen auf Bundesebene selbstverständlich fortsetzen.