Pressemitteilung: Parlamentskreis Fluglärm begrüßt Bürgerinitiativen in Berlin

13.09.18

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Nach dem Besuch von zahlreichen Vertretern von Bürgerinitiativen und Kommunalpolitikern aus Deutschland in Berlin ist eins klar: Deutschland braucht dringend eine Novellierung des Fluglärmschutzgesetzes. Diese Meinung vertreten auch die Bundestagsabgeordneten Ursula Groden-Kranich, Ulli Nissen und Tabea Rößner, die dem Parlamentskreis Fluglärm im Deutschen Bundestag vorstehen. Gemeinsam nahmen sie gestern vor den Türen des Reichstagsgebäudes ein dickes Paket mit 250 gelben Ortschildern entgegen. „Sie alle unterstützen die Forderungen der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Fluglärmkommission zum Fluglärmschutzgesetz“, erklärt Thomas Jühe, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft.
In der anschließenden Anhörung, zu der der interfraktionellen Parlamentskreises Fluglärm eingeladen hatte, wurde deutlich, dass dem aktiven Schallschutz insgesamt mehr Bedeutung beigemessen werden muss. „Uns geht es nicht darum, das Flugzeug als Fortbewegungsmittel zu beschneiden, sondern vielmehr, die Interessen der Menschen mit den Interessen der Wirtschaft zusammen zu bringen. Hier gilt es für alle Beteiligten nach umsetzbaren Lösungen zu suchen“, heben die Abgeordneten hervor.
Groden-Kranich, Nissen und Rößner sind überzeugt, dass gerade der technische Fortschritt neue Möglichkeiten mit sich bringt. „Wir benötigen aber nicht nur leisere Antriebstechniken und eine Reduzierung von Grenzwerten in den Schutzzonen, sondern auch ein strikteres Vorgehen bei Verstößen gegen das Nachtflugverbot“, so die Abgeordneten weiter. Ein erster Ansatz könnte eine deutliche Reduzierung von Nachtflügen sein, bis hin zum generellen Nachtflugverbot. Auch die Themen An- und Abflugverfahren wurden diskutiert, so sind insbesondere Flachstartverfahren durch die hohe Lärmbelastung kritisch zu sehen.
Dass die Novellierung des Flugverkehrsgesetzes auch weiterhin vorangetrieben werden muss, ist das verstärkte Ziel der Mitglieder des Parlamentskreises. Darüber hinaus müssen auch die 2. Fluglärmschutzverordnung überarbeitet und Messwerte veröffentlicht werden sowie die Expertengruppe Aktiver Lärmschutz eine gesetzliche Grundlage erhalten.

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