Pressemitteilung: Weniger Fluglärm auf Probe

20.02.21

Zur 259. Sitzung der Fluglärmkommission Frankfurt am 17. Februar 2021 haben Lufthansa, Fraport und die Deutsche Flugsicherung angekündigt, ab dem 1. März die Anwendung des sogenannten Segmented Approachs ganztägig zu prüfen. Dies sei durch das pandemiebedingt geringere Flugaufkommen möglich. Das Anflugverfahren sieht eine Umfliegung der Städte Mainz, Offenbach und Hanau vor und soll so für Entlastung der von Fluglärm betroffenen Städte sorgen. „Damit entsprechen die Verantwortlichen unserer Forderung, die verkehrsarme Zeit sinnvoll und zielführend für solche Tests zu nutzen“, so Groden-Kranich, Nissen und Rößner.

Offenbach kann nach aktueller Rechnung mit einem Anteil von 12 bis 25 Prozent der Anflüge rechnen. Ob für Mainz während des Tests des Segmented Approachs ähnliche Zahlen erreicht werden können, ist noch nicht ganz klar. Die Initiatorinnen des Parlamentskreises Fluglärm sagen jedoch: „Jeder vermiedene Überflug über dichtbesiedeltes Gebiet ist wertvoll. Vor allem ist zu begrüßen, dass sich auch die Randzeiten, also die frühen Morgen- und späten Abendstunden, als potenzielle Zeitfenster zur Anwendung des segmentierten Anflugverfahrens anbieten. Das kann für merkliche Entlastung sorgen.“ Wichtig sei auch die Entscheidung, die Fluglärmschutzbeauftragte des Landes Hessen, Regine Barth, mit dem Lärmmonitoring zu betrauen. „Denn wir können uns nicht allein darauf verlassen, was Airlines und Flughafenbetreiber am Ende sagen werden.“ Das Anflugverfahren kann sich nun unter reellen Bedingungen und bei steigenden Verkehrszahlen beweisen. Gleichzeitig dürfen die Erwartungen nicht allzu hoch sein. Denn das Anflugverfahren wird nicht zu jeder Tageszeit und nicht bei hoher Auslastung des Flughafens angewandt werden können. Auch sind nicht alle Flugrouten mit dem segmentierten Anflug kompatibel. „Wir erwarten, dass das Verfahren vorrangig nach seinem Zweck, der Vermeidung von Fluglärm, geprüft wird und abschließend in eine konsequente Anwendung überführt werden kann“, so die Initiatorinnen abschließend.

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